Additive Fertigung

freeformer: Einzelteile frei formen

Beim ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) werden, anders als beim herkömmlichen 3D-Druck, qualifizierte Standardgranulate ähnlich wie beim Spritzgießen aufgeschmolzen. Aus kleinsten Tropfen fertigt der freeformer dann auf Basis von 3D-CAD-Daten werkzeuglos Bauteile einzeln oder in kleinen Stückzahlen. Durch Verketten von Spritzgießen und additiver Fertigung lassen sich auch Großserienteile individualisieren – vollautomatisch in Losgröße 1.

Einzigartiges System freeformer

Industrielle additive Fertigung
Mit dem freeformer 200-3X und dem großen freeformer 300-3X erschließen sich neue Möglichkeiten der industriellen additiven Fertigung. Je nach Anforderung gibt es den freeformer in verschiedenen Baugrößen mit zwei oder drei Austragseinheiten. Die additiven Fertigungssysteme eignen sich für die industrielle additive Fertigung von Einzelteilen und variantenreichen Kleinserien sowie das Individualisieren von Großserienteilen.

Gewinnen Sie Eindrücke von unseren freeformern und dem ARBURG Kunststoff-Freiformen und den Mehrwert denen Ihnen unser einzigartiges System bringt.

AM (Additive Manufacturing) Factory

Vollautomatisiert industriell additiv fertigen
Die ARBURG AM Factory zeigt, wie eine IT-vernetzte Turnkey-Anlage rund um einen freeformer 300-3X und einen Sechs-Achs Roboter Varianten von Standard-Greiferplatten funktionalisiert – vollautomatisiert nach Kundenwunsch und zu 100 Prozent rückverfolgbar.

Ein freeformer 300-3X veredelt Vakuumgreifer-Grundplatten aus Aluminium ‚on demand‘ mit funktionalen Konturen aus dem weichem Kunststoff TPU. Die komplette Handhabung inklusive der Funktionsprüfung des neu erstellten Greifers übernimmt ein Sechs-Achs-Roboter. Mit Hilfe unseres Scada-Systems ARBURG Turnkey Control Module (ATCM) lässt sich jeder Greifer in Bezug auf seine Entstehung zu 100 Prozent rückverfolgen. Über den DM-Code des Bauteils werden auf einer individuellen Website relevante Fertigungsdaten wie z. B. Bauzeit, Material, Tropfenanzahl und Bauraumtemperatur dargestellt.

Schritt für Schritt zum individualisierten Bauteil

  • Auswahl der Greifervariante am Terminal
  • Beschriftung der Greifer-Grundplatte mit einem DM-Code
  • Plasmabehandlung der Platte
  • Aufbringen der TPU-Kontur mit dem freeformer
  • Funktionsprüfung

freeformer

Ohne Werkzeug zum Funktionsbauteil
Unser freeformer generiert im ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) auf Basis von 3D-CAD-Daten funktionsfähige Kunststoffteile – aus qualifizierten Standardgranulaten. Er eignet sich für die industrielle additive Fertigung von Einzelteilen und variantenreichen Kleinserien sowie das Individualisieren von Großserienteilen.

ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF)

Aus 3D-CAD-Daten automatisch zum Kunststoffteil
Grundlage für das weltweit einzigartige AKF-Verfahren sind 3D-CAD-Daten, die direkt über den freeformer eingelesen werden. Nach dem Starten läuft alles weitere automatisch. Ein getakteter Düsenverschluss mit Piezotechnik baut das gewünschte Bauteil aus kleinsten Kunststofftröpfchen Schicht für Schicht auf.

Weitere Animationen
AKF für mehrere Komponenten

Personalisierte Büroschere

Spritzgießprodukte individualisieren
Am Beispiel einer Büroschere wird die flexible Individualisierung von Kunststoffprodukten durch das Zusammenspiel von Spritzgießen mit einem ALLROUNDER und ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) mit dem freeformer gezeigt. Die Anwendung veranschaulicht zudem das Thema Industrie 4.0.

An der Spritzgieß-Station besteht zunächst die Wahl zwischen verschiedenen Scheren-Varianten. Um flexible und schnelle Produktwechsel zu ermöglichen, arbeiten Mensch und Roboter Hand in Hand. Der Scherengriff wird von einem elektrischen ALLROUNDER angespritzt und ein DMC-Code aufgelasert. Dann bringt der freeformer einen individuellen Schriftzug auf die Schere auf. Die Prozessdaten vom Spritzgießen und der additiven Fertigung werden über das ARBURG Leitrechnersystem ALS erfasst und an einen Webserver übertragen. Die zugehörige Internetseite lässt sich über den DMC-Code per mobilem Endgerät aufrufen.
zum Spritzteil

Vollautomatisch zu Losgröße 1

Verkettet: Spritzgießen und additive Fertigung
ARBURG hat die additive Fertigung automatisiert und dadurch eine informationstechnisch durchgehend vernetzte Produktionslinie zur Individualisierung von Großserienteilen mit Industrie 4.0-Technologien realisiert. Ein Sieben-Achs-Roboter verkettet die ALLROUNDER Spritzgießmaschine mit dem freeformer.

Nachdem der ALLROUNDER an eine Büroschere Kunststoffgriffe angespritzt hat und ein DM-Code aufgelasert wurde, entnimmt der KUKA Sieben-Achs-Roboter „iiwa“ das Teil samt Werkstückträger vom Förderband der Spritzgießzelle. Über den individuellen Code wird die Schere per Scanner identifiziert und damit der nächste Produktionsschritt gestartet. Der Roboter übernimmt das Be- und Entladen des Bauraums. Der freeformer bringt auf den Scherengriff additiv eine individuelle 3D-Geometrie aus Kunststoff auf. Ergebnis ist ein Unikat in Losgröße 1. Bevor der „iiwa“ die fertigen Scheren ausgibt, werden sie im letzten Schritt einer Qualitätsprüfung unterzogen.