K 2013: Industrie 4.0

Bauteil mit individuellen Produktionsdaten

16.10.2013
Zur K 2013 verbindet ARBURG das Inline-Bedrucken mit dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0. Messebesucher können sich am ARBURG Stand A13 in Halle 13 ihr eigenes Namensschild mit individuellem QR-Code spritzgießen lassen und die wichtigsten Produktionsparameter online abrufen.

Individualisierte Produkte im One-piece-flow
Die Idee hinter Industrie 4.0 ist eine Vernetzung von Ressourcen, produzierten Teilen und Produktion. Hierzu zählt auch die Herstellung intelligenter Produkte, die sich im One-piece-flow individualisieren und in der Prozesskette identifizieren und eindeutig nachverfolgen lassen. Hersteller wie Nutzer können sich beispielsweise über die Historie, den jeweiligen Zustand, die aktuelle Position und die wichtigsten Produktionsparameter jedes einzelnen Bauteils informieren.

K 2013: In vier Schritten zum „intelligenten“ Namensschild
Wie eine solche rückverfolgbare „intelligente“ Produktion aussehen kann, zeigt ARBURG zur K 2013 am Beispiel einer Fertigungszelle, die mit dem Partner fpt Robotik entwickelt wurde. Sie besteht aus einem elektrischen ALLROUNDER 370 E, einem Sechs-Achs-Roboter und der Inline-Bedruckungsanlage. In vier Schritten produziert die Anlage ein individuelles, webfähiges Namensschild:

  • An einem Terminal werden die Daten individuell erfasst und über die SAFELOG Software von ARBURG auf einer personalisierten Transponderkarte gespeichert.
  • Die Transponderkarte wird nun in die SELOGICA Steuerung der Spritzgießmaschine eingelesen. Mit dem nächsten Zyklus produziert diese das gewünschte Namensschild mit QR-Code.
  • Die SELOGICA übergibt die Produktdaten an das ARBURG Leitrechnersystem. Das ALS erfasst zentral auch die für den Druckvorgang relevanten Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck und leitet sie an den Webserver der Firmenzentrale weiter.
  • Nachdem Namensschild gedruckt ist, sind die Teiledaten durch Scannen des individuellen QR-Codes online einzusehen. Dazu zählen Name und Uhrzeit sowie der gezählte Zyklus und die dem Teil zugehörigen Prozessdaten.

Neben ALS kommt dem zum Drucken der Namensschilder eingesetzten InkBot-Verfahren eine Schlüsselfunktion zu. Die Technik kombiniert Digitaldruck und Robotik in einer dem Spritzgießen nachgeordneten automatisierten Arbeitsstation. Nur so ist ein Motivwechsel innerhalb weniger Sekunden möglich.

Weitere Informationen
zu ALS
zu SAFELOG
zum Spritzteil-Beispiel "Namensschild"
zum Sechs-Achs-Roboter mit SELOGICA