Corona die Stirn bieten

Multifunktionale Hightech-Masken

13.05.2020
Neben Schutzbrillen hat ARBURG ein weiteres Projekt gegen die Ausbreitung des Coronavirus ins Leben gerufen: Seit dem 11. Mai werden Mund- und Nasenmasken aus LSR und PP spritzgegossen. Die multifunktionalen Masken sind sterilisierbar und lassen sich mehrfach verwenden.

Hightech: LSR-Produkt in Loßburg selbst entwickelt und produziert
ARBURG hat die hochwertigen und nachhaltigen Masken selbst entwickelt und erste Prototypen mit freeformern additiv gefertigt. Das Produkt besteht aus einer weichen LSR-Maske, die über Nase und Mund gestülpt wird, und einem festen PP-Schild mit Ösen zur Befestigung elastischer Bänder. In der Mitte befindet sich ein genormter Anschluss mit Loch (DIN EN ISO 5356-1:2004). Der Bedarf ist enorm. Die automatisierte Serienproduktion dieser beiden Komponenten läuft in Loßburg auf zwei elektrischen ALLROUNDERn. Täglich werden voraussichtlich rund 3.500 Masken produziert.

Multifunktional: Masken für Alltag und Krankenpflege
Die flexiblen Hightech-Masken sind multifunktional: Zur Infektionsvermeidung im Alltag wird die Öffnung mit einem sogenannten Flow Gate (Ausströmer) verschlossen. In der nächsten Ausbaustufe kann darauf ein Filtergehäuse aufgesteckt werden. Schon sehr bald will ARBURG auch dieses Bauteil zusammen mit Partnern fertigen. Durch Einsatz entsprechender FFP2- oder FFP3-Filter kann vor Covid-19 geschützt werden.

Kooperativ: Zahlreiche Partner beteiligt
Die LSR-Bauteil- und Werkzeugsimulation erfolgte mithilfe der Software Sigmasoft der Firma Sigma Engineering. In Rekordzeit von nur rund fünf Wochen bauten die Partner Polar-Form und Foboha die zugehörigen Spritzgießwerkzeuge für die LSR- und die PP-Komponente. An der Realisierung der Werkzeugtechnik waren zudem die Firmen Ewikon (Kaltkanal) und männer (Heißkanal) beteiligt. Weitere Partner waren Barth Mechanik (Greifer) und Packmat (Verpackungstechnik), das Rohmaterial für mehrere 10.000 Masken haben der Chemiekonzern Wacker und Borealis gesponsert. Am Folgeprojekt, der Fertigung von Filtergehäusen, sind die Firmen Weber (Werkzeug), Günther (Heißkanal), Küfner (Filter), Herrmann Ultraschall (Schweißtechnik) und Packmat (Verpackungstechnik) beteiligt.