ARBURG auf der Euromold 2014

Zwei freeformer fertigen Funktionsbauteile

24.11.2014
Auf der Euromold vom 25. bis 28. November 2014 zeigt ARBURG (Halle 11, Stand D25) die aktuellsten Entwicklungsfortschritte im ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF): Zwei freeformer demonstrieren die industrielle additive Fertigung von komplexen Bauteilen mit Stützstrukturen.

Industrielle additive Fertigung
Die freeformer fertigen Funktionsbauteile auf Basis von 3D-CAD-Daten aus Standardgranulat. Die zwei Exponate sind mit einem über drei Achsen beweglichen Bauteilträger und zwei feststehenden Austragseinheiten ausgestattet. Die zweite Einheit lässt sich für eine zusätzliche Komponente nutzen, um z. B. ein Bauteil in verschiedenen Farben, mit spezieller Haptik oder als Hart-Weich-Verbindung zu erzeugen. Ganz neu ist die Möglichkeit, komplexe Strukturen aus einem besonderen Stützmaterial aufzubauen.

Anwendungen mit zwei Komponenten
Eine passende Anwendung demonstriert ein freeformer auf der Euromold 2014 am Beispiel eines Ersatzteils aus ABS – in diesem Fall ein zweiteiliger Verschlussschieber, der in ALLROUNDER Spritzgießmaschinen verbaut wird. Der zweite freeformer kombiniert – bislang einzigartig in der additiven Fertigung – elastisches TPE-Standardmaterial mit wasserlöslichen Stützstrukturen. Mögliche Anwendungen dafür sind z. B. Faltenbälge, Schläuche, Maschetten oder flexible Bestandteile von Robot-Greifern.

Neu: Stützstrukturen für komplexe Geometrien
Als weitere Option kann eine Stützstruktur aus dem gleichen Material wie das Bauteil aufgebaut werden. Eine ausgedünnte Zwischenschicht mit gezielt erzeugten Sollbruchstellen sorgt dafür, dass sich die Stützstruktur später einfach mechanisch ausbrechen lässt. Diese Variante wird bevorzugt für Bauteile mit freistehenden Strukturen und klaren Kanten eingesetzt.