AKF-Verfahren

ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) und der freeformer

Das ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) und den freeformer haben wir ganz speziell als offenes System konzipiert. Individuelle Einstellmöglichkeiten des Herstellprozesses ergeben sich dabei durch die Beeinflussung des schichtweisen Aufbaus über Schichtzerlegung, Tropfengröße und Prozessführung.

Auf diese Weise lassen sich die Eigenschaften Ihrer additiv gefertigten Bauteile gezielt anpassen. Qualifizierte Standardgranulate, wie sie beim Spritzgießen eingesetzt werden, und auch Ihre eigenen qualifizierten Materialien lassen sich uneingeschränkt auf dem freeformer verarbeiten.

Highlights

  • High-End Steuerung mit Multi-Touchscreen in Industrie-PC-Technologie
  • Intuitiv verständliche Bedienoberfläche und automatisierte Slicing-Software zur Datenaufbereitung auch fern vom freeformer
  • Einsatz von Originalwerkstoffen, etwa im Hinblick auf Alterungsbeständigkeit oder FDA-Zulassung, keine teuren Spezialwerkstoffe
  • Verarbeitung spezifischer Materialcompounds
  • Kombination von Materialien und Farben – auch als belastbare Hart-Weich-Verbindung, effizienter Materialeinsatz
  • Emissions- und rückstandsfreier Prozess – keine aktive Absaugung erforderlich
  • Hohe Teilequalität – Bauteiloptimierung auf Basis kleinster Tropfen
  • Wasserlösliche Stützmaterialien einsetzbar
  • Beratung durch erfahrene ARBURG Anwendungsspezialisten und Betreuung durch ein professionelles und dichtes Servicenetzwerk

freeformer 200-3X und 300-3X

Die verschiedenen Modelle und Ausführungen unserer freeformer unterscheiden sich in der Anzahl der Austragseinheiten, der Größe des Bauraums sowie in ihren Möglichkeiten zur Herstellung von Mehrkomponenten-Bauteilen mit und ohne Stützstrukturen, der Automation und Integration in Turnkey-Projekte sowie der Achsbewegungen der Bauteilträger. Eins haben alle freeformer gemeinsam: Sie eröffnen unendliche Möglichkeiten in der industriellen additiven Fertigung mit den Ihnen bekannten qualifizierten Standardgranulaten und ohne teure Spezialwerkstoffe.

freeformer 200-3X
Unser erster freeformer als Standardsystem mit zwei Austragseinheiten und Bauteilträger mit drei Achsen. Die Herstellung von Bauteilen mit komplexen Geometrien aus zwei Materialien und/oder Stützstrukturen ist mit dieser Systemvariante problemlos möglich.

freeformer 300-3X
Für alle, die mehr Platz im Bauraum für größere Bauteile benötigen. Mit bis zu drei Austragseinheiten und einem 50 Prozent größeren Bauraum für noch mehr Individualität und Funktionalität. Auch hier arbeitet der Bauteilträger mit drei kombiniert beweglichen Achsen für viel Freiheit bei der Teileauslegung.

Technologieausblick

Technologisch arbeiten wir fortlaufend an der weiteren Verbesserung unserer freeformer und damit auch des AKF-Verfahrens. Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen dabei in der Hauptsache auf einer Erweiterung des Einsatzes unserer Systeme sowie auf der Automatisierbarkeit und informationstechnischen Vernetzung unserer freeformer. Und zwar sowohl im Verfahrensmix mit dem Spritzgießen als auch durch die Automatisierung der Herstellungsabläufe in der industriellen additiven Fertigung.

Fertigungszelle mit vollautomatisiertem freeformer
Mit der AM Factory hat ARBURG erstmals auf der Hannover Messe 2019 gezeigt, wie automatisierte freeformer in Zukunft Serienprodukte wirtschaftlich und rückverfolgbar individualisieren können. Sie lassen sich über eine OPC-UA-Schnittstelle an ein MES oder Scada-System anschließen und in informationstechnisch vernetzten Turnkey-Anlagen einsetzen.

freeformer 300-4X: Verarbeitung von Endlosfasern
Mit dem AKF-Verfahren wird es bald auch möglich sein, additiv belastbare Funktionsbauteile mit lokaler Faserverstärkung zu fertigen. Der neue freeformer 300-4X mit vierachsigem Bauteilträger verfügt ebenfalls über drei Austragseinheiten, ist aber zusätzlich mit einer neuen Rotationsachse und einer Faserzuführeinheit ausgestattet. Das ermöglicht die Verarbeitung extern zugeführter Endlosfasern aus Glas oder Karbon für eine gezielte Bauteilverstärkung.