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Ringen mit Nils

Mit 4 Jahren fing Nils Schmid (DHBW, B. Eng. Mechatronik 2LJ.) an bei den Bambinis des KSV Winzeln zu ringen und ist mittlerweile seid insgesamt 14 langen Jahren aktiv. Zwischen durch lag ihm aber auch Fußball am Herzen, weshalb er eine Pause vom Ringen nahm. Doch letzten Endes hat ihn das Ringen doch wieder gepackt.

Aber was fasziniert ihn so sehr am Ringen? Weshalb widmet er sich einem Kampfsport?
Zum einen liegt Ringen in seiner Familie. Andererseits macht es ihm natürlich auch sehr viel Spaß, da es den ganzen Körper beansprucht und man sich komplett auspowern kann. Man trainiert gleichzeitig die Reaktion, Ausdauer, Schnelligkeit und die Kraft. Doch die zwei Hauptgründe sind die beeindruckende Atmosphäre, die bei Ringkämpfen herrscht und mit Fußball kaum zu vergleichen ist, und der Teamgeist, welcher, obwohl man alleine im Ring steht, niemals zu kurz kommt, da die Mannschaft immer zueinander hält.

Beim Kampfsport, der im Vergleich zu anderen Sportarten um einiges grober und direkt ist, gibt es natürlich Regeln die schlimme Verletzungen verhindern sollen und genau definieren wann der Kampf endet und wer ihn gewonnen hat. Beim Ringen sieht es vollgendermaßen aus:

Ringer Nils Ringer Nils Ringer Nils

Wie in jedem anderen Sport gibt auch es beim Ringen Ausrüstung, die bei jedem Kampf getragen werden muss, jedoch beim Training nicht erforderlich ist. Die klassische Ringerausrüstung besteht aus Ringerschuhen, die den Halt auf der Matte erhöhen, Unterhose und Trikot (entsprechend in Rot und Blau). Da diese Ausrüstung keinen wirklichen Schutz bietet kann man auch einen speziellen Ohrschutz gegen Ringerohren (Blut im Ohr) oder Knie- bzw. Ellenbogenschützer tragen, welche aber keine harten Bestandteile haben dürfen, um sich etwas besser zu schützen.

Doch warum gibt es außer dem Verbot von Schlagen, Treten, etc. und ein paar Schützer keine weitere Vorsichtsmaßnahmen?
Laut Nils ist die Verletzungsgefahr beim Ringen relativ gering. Dennoch ist bei jedem Kampf das DRK anwesend, falls doch mal etwas passiert. Kleinere Verletzungen, wie aufgeschürfte Knie oder Nasenbluten kommen häufig vor, beenden einen Kampf allerdings nie. Schlimmere Verletzungen kommen fast nie vor, können aber nicht gänzlich verhindert werden. Persönlich hatte er noch keine Verletzungen erlitten, war aber schon bei Fällen dabei, bei denen Ringer Ohnmächtig wurden oder sich ihre Schulter auskugelt haben. Die schlimmste Verletzung hatte ein Mannschaftskamerad von ihm erlitten, bei der er nach einer Aktion falsch aufgekommen ist und sämtliche Bänder in seinem Knie gerissen sind.

Was auch zum Schutz beiträgt, aber hauptsächlich auf die Leistungssteigerung aus ist, ist das Training. Nils persönlich trainiert 5-6 mal pro Woche, wovon allerdings 2-3 Kraft- oder Lauftrainings sind, die nichts mit dem Verein zu tun haben. Im normalen Ringertraining beginnt man mit einer Aufwärmphase, welche ab und zu auch mal ein kleines Spiel beinhaltet. Je nachdem was in nächster Zeit an Turnieren oder Mannschaftskämpfen ansteht, trainiert man entweder Technik oder ringerspezifische Ausdauer. Vor dem Ende des Trainings steht meistens ein Übungskampf gegen Mannschaftskollegen an, die eine ähnliches Gewicht haben. Zum Abschluss gibt es ein Cool-Down bestehend aus Liegestütz, Kniebeugen, Hyperextension, Sit-Ups, etc. mit anschließendem Auslaufen.

Die eben angesprochenen Turniere finden in Gewichtsklassen aufgeteilt statt. Bei bis zu 6 Teilnehmern wird nordisch gerungen, also jeder gegen jeden. Ab 7 Teilnehmern wird in 2 Pools gerungen mit anschließendem Finale und Halbfinale. Wird in 2 Pools gerungen scheidet man je nach Turnier nach einer oder zwei Niederlagen aus.
Gewonnen hat er schon mehrere Turniersiege auf regionaler Ebene und eine Teilnahme an den deutschen Meisterschaften. Seine Mannschaft ist 5. deutscher Meister.

Um eine solche Leistung aufbringen zu können, ist eine ordentliche Portion Motivation notwendig, die einen Antreibt. Für Nils ist es vor allem der Spaß am Ringen und der Ehrgeiz zu gewinnen die in antreibt. Seine Fans nicht zu enttäuschen ist auch ein guter Antrieb. In Mannschaftskämpfen will jeder das Team zu Bestleistungen antreiben.

Während eines Kampfes versucht er alles um sich herum auszublenden und sich voll und ganz auf den Moment zu konzentrieren. Er plant seine nächsten Züge und schätz seine verbleibende Zeit ab, um seine Kraft und Ausdauer einteilen zu können.

Abschließend stellt sich noch die Frage, ob es auch Frauen gibt, die in diesem Sport aktiv sind?
Es gibt durch aus auch Frauenmannschaften wie zum Beispiel die deutsche Nationalmannschaft. Allerdings hören viele jungen Frauen mit 14 Jahren auf zu ringen, da ab dieser Altersklasse die Mannschaften nach Mädchen und Jungen aufgeteilt werden und es nur wenige Vereine gibt die eine reine Frauenmannschaft hat.

Für seine zukünftige Karriere wünschen wir ihm natürlich viel Glück und weiterhin viel Erfolg beim Ringen.

Autoren:
Mika Pfau
Robin Manuel Wenger