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Auslandspraktikum China – Shanghai/Shenzhen

Ein neuer Kontinent – ein neues Land. Für mich war China ein Sprung in das kalte Wasser und eine Reise in einen Teil der Erde, in dem ich zuvor noch nie war. Eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte.

Heidi Günter in China

Ich bin Heidi Günter und mache momentan eine Ausbildung bei der Firma ARBURG zur Assistentin für internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen - auch „Industriekaufmann/-frau mit Zusatzqualifikation“ genannt. Zusätzlich zu den Fächern, die bei der Ausbildung zur Industriekauffrau belegt werden müssen, habe ich Business Englisch, Spanisch oder Französisch, Außenhandel und Controlling. Diese Ausbildung beinhaltet die Chance ein Auslandspraktikum in einer der ARBURG Niederlassungen zu absolvieren.

Ich hatte das Glück, zwei unserer Niederlassungen in China besuchen zu können – Shanghai und Shenzhen. In beiden Niederlassungen durfte ich Abteilungen wie Verkauf, Interner Verkauf, Marketing, Anwendungstechnik, Service und Ersatzteilverkauf kennenlernen. Mir wurde der Aufbau einer Niederlassung dadurch verständlicher. Ich konnte die tägliche Arbeit einer Auslandsniederlassung hautnah miterleben und lernte vor allem, wie die Niederlassungen mit unserer Hauptstelle in Loßburg zusammenarbeiten.

Eine der besten Aktivitäten während des Praktikums waren die Kundenbesuche mit Verkäufern, Anwendungs- oder Servicetechnikern. Viele Produkte, wie beispielsweise spezielle Verpackungen, die ich bei den chinesischen Firmen gesehen habe, sind mir aus meinem Alltagsleben bekannt. Tatsächlich habe ich bei diesen Kundenbesuchen auch ein paar Deutsche kennengelernt, was für mich wirklich toll und besonders war. Oft wurden mir Führungen der jeweiligen Kunden durch deren Produktion gegeben. Dabei fiel besonders auf, dass den Kunden Qualität und hochwertige Produkte sehr wichtig sind. Allgemein waren die Menschen, die ich dort kennengelernt habe, immer offen, freundlich und sehr an meinem Leben und meiner Ausbildung in Deutschland interessiert.

Heidi Günter in China

Das Tolle an meinem Auslandsaufenthalt war, dass ich nicht nur beruflich viel dazu lernen, sondern auch die chinesische Kultur und ihre Traditionen erleben konnte. Dass ich tatsächlich in Shanghai bin, wurde mir erst klar, als meine Kollegen mir die wunderschöne Skyline von Shanghai gezeigt haben. Das Leben in China ist natürlich stark gewöhnungsbedürftig und jeden Tag voller Überraschungen. Was es den Aufenthalt dort aber auch immer interessant hält. Es ist wichtig, sich anpassen zu können und offen für Neues zu sein. Essen mit den Stäbchen war nach kurzer Zeit natürlich Standard, der Umgang mit dem Verkehr und den Taxifahrern irgendwann normal und trotzdem gab es jeden Tag neue Dinge, auf die ich mich einstellen musste.

Meine Kollegen in den Niederlassungen waren sehr freundlich und haben auch privat sehr viel mit mir unternommen. Eines der schönsten Erlebnisse war ein Teambildungsausflug mit den Kollegen aus Shenzhen, der dafür gedacht ist, die Zusammenarbeit der Kollegen zu stärken. In Deutschland hätte ich mir eine Gruppenarbeit und Teamspiele im Büro vorgestellt. Doch das Livesurvival-Training auf einer einsamen Insel, das Kochen auf einer Feuerstelle und Campen am Strand beinhaltete, kam mir bei dem Begriff "Teambuilding" nicht in den Sinn. Bei diesem Ausflug habe ich die Kollegen wirklich persönlich kennengelernt, tolle Freundschaften geschlossen und eine andere Seite der Natur Chinas gesehen.

Dieses Auslandspraktikum war nicht nur beruflich sondern auch persönlich eine unglaubliche Erfahrung. Allein in einem anderen Land mit einer Sprache, die ich nicht verstehe, zu sein, war nicht immer einfach. Doch man wächst über sich hinaus, öffnet sich anderen Kulturen und lernt so andere Seiten der Welt kennen. Meiner Meinung nach, ist ein Sprung raus aus der Komfortzone das Beste, um sich weiterentwickeln zu können und neues zu sehen.