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| | Das Verbund-Spritzgießen ist für zwei und mehr Komponenten einsetzbar, wobei die Komplexität der Werkzeuge mit der Anzahl der Komponenten stark zunimmt. Besonders vorteilhaft wird das Verbund-Spritzgießen dann, wenn in einem Werkzeug ohne Zwischenöffnen der Maschine und ohne Weitertransport eines Vorspritzlings gefertigt werden kann. Nachteilig hingegen ist, dass die Fertigung sequentiell abläuft, während beim Mehrkomponenten-Spritzgießen zeitgleich gearbeitet wird. Bei Formteilen, die aufgrund ihrer Geometrie nach beiden Verfahren gefertigt werden können, ist eine teilespezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zur Festlegung des günstigeren Verfahrens notwendig.
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Eingesetzt werden Standard-Mehrkomponenten-Spritzgießmaschinen, da alle notwendigen Bewegungen innerhalb des Werkzeugs realisiert werden, ist die Maschinentechnik die gleiche und jegliches Zubehör außerhalb entfällt. Zu beachten ist allerdings, dass die eingesetzte Maschine über eine ausreichende Anzahl von freien, programmierbaren Kernzügen zur Betätigung der Dichtschieber verfügt.
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Beim Verbund-Spritzgießen werden im Werkzeug durch verschiebbare Kerne beziehungsweise Einsätze Hohlräume zunächst verschlossen und später wieder freigegeben. Für die Fertigung eines Teils aus zwei Komponenten wird dabei in einem ersten Spritzvorgang zunächst der erste Teil des Bauteils gespritzt und anschließend ein zweiter Hohlraum durch zum Beispiel Ziehen eines Dichtschiebers geöffnet. Anschließend wird die zweite Komponente gegen die erste gespritzt, wodurch das komplette Bauteil entsteht und dem Werkzeug fertig entnommen werden kann.
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