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 | | Durch die Auswahl der Größe der Spritzeinheit wird also nicht nur die Spritzteilqualität, sondern auch der Energieverbrauch maßgeblich beeinflusst. Entscheidend für hohen Wirkungsgrad und energieeffiziente Auslegung ist eine möglichst hohe Auslastung der Spritzeinheit bezogen auf deren maximalen Materialdurchsatz. Der maximale Materialdurchsatz gibt Auskunft über die Aufschmelzleistung einer Spritzeinheit bis zu der eine optimale Schmelzeaufbereitung gewährleistet ist. Für die Aufschmelzleistung wiederum sind das Schneckengangvolumen und die materialabhängige Verweilzeit bestimmend. Als Verweilzeit ist hierbei die Zeit zu verstehen, die vom Eintritt des Granulatkorns in den Plastifizierzylinder bis zum Austritt aus der Düse vergeht. Der kunststoffspezifische Verweilzeitbereich erstreckt sich bei Massenkunststoffen von etwa 30 bis 600 Sekunden, bei technischen Kunststoffen von 60 bis 600 Sekunden. Damit sind die Grenzwerte für maximal mögliche und minimale notwendige Aufschmelzleistung einer Spritzeinheit festgelegt. Allerdings gilt die Empfehlung, die mögliche Aufschmelzleistung einer Spritzeinheit nicht voll zu nutzen, sondern lediglich den optimalen Arbeitsbereich zwischen 20 und 80 Prozent der Leistung auszuschöpfen.
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Anhand des Materialdurchsatzes lässt sich also sehr einfach bestimmen, welche Spritzeinheitengrößen in Frage kommen (Grafik oben). Der Materialdurchsatz einer konkreten Anwendung ergibt sich dabei aus dem Schussgewicht und der Zykluszeit des Spritzprozesses. Wie aus der unteren Grafik zum spezifischen Energieverbrauch hervorgeht, lassen sich Verbesserungen des Wirkungsgrades um Faktor vier und mehr durch Beachtung dieser Empfehlungen erreichen.
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Je höher die Auslastung einer Spritzeinheit, desto höher ist der Wirkungsgrad und desto geringer der spezifische Energieverbrauch. Eine hohe Auslastung der Spritzeinheit wird durch kurze Zykluszeiten begünstigt (Beispiel Verpackungsartikel). Hingegen führen Anwendungen mit langen Zykluszeiten zwangsläufig zu einem höheren spezifischen Energieverbrauch (Beispiel dickwandige optische Teile). Um möglichst flexible Anpassungen der Maschinengröße an den Spritzprozess zu gewährleisten, bietet ARBURG einen umfassenden Katalog von modularen Maschinenelementen und -technologien an. Besonders interessant sind dabei die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten von Schließeinheiten (Schließkräften und Säulenabständen) mit Spritzeinheiten und Antriebstechnologien. So lässt sich auch unter schwierigen Vorraussetzungen eine energetisch optimal arbeitende Kombination zusammenstellen. Diese Flexibilität gewinnt vor allem dann an Bedeutung, wenn die erforderliche Maschinengröße einen vollelektrischen und damit energieoptimierten Antrieb nicht mehr zulässt. Neben der Spritzgießmaschine haben aber auch Werkzeuge und Temperiergeräte wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch eines Spritzgießprozesses. Beispielsweise ist es bei temperierten Werkzeugen immens wichtig, entsprechende Isoliermaßnahmen am Werkzeug vorzunehmen. Ansonsten werden, wie bei einem schlecht isolierten Haus, beachtliche Wärmemengen ungenutzt an Spritzgießmaschine oder Umgebung abgegeben. Auch Isoliermaßnahmen an Heißkanälen helfen, Energie einzusparen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Auslegung der Temperiergeräte auf die geforderte Temperierleistung der Werkzeuge.
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