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 | | Das Herzstück bildet ein serienmäßiger Elektrohubwagen, dessen elektrische Lenkung präzises Rangieren und Positionieren problemlos ermöglicht. Mit seiner Hubeinheit ist ein Werkzeugwechsel zudem an unterschiedlichen Maschinengrößen ausführbar. Gleichzeitig lassen sich die Werkzeuge aber auch platzsparend in übereinander angeordneten Regalen einlagern. Eine Elektronik sorgt dabei für weiche und exakte Hub- und Senkbewegungen. Zu einer maßgeschneiderten Lösung für den Rüstvorgang an Spritzgießmaschinen wird der universelle Elektrohubwagen erst durch einen separaten Anbau. Dieser ist fest auf dem Hubwagen montiert und besteht aus zwei übereinander angeordneten Rollenbahnen. Im Vergleich zu sonst üblichen horizontalen Systemen können durch die doppelstöckige Anordnung zwei Werkzeuge gleichzeitig aufgenommen werden, ohne dabei den Platzbedarf zum Rangieren zu vergrößern. Das neue Werkzeug lässt sich so ohne Produktionsunterbrechung zur Spritzgießmaschine bringen. Der Werkzeugwechsel ist ohne erneutes Rangieren schnell durchführbar. Außerdem kann das alte Werkzeug während der Aufheizphase des neuen Werkzeugs bereits wieder eingelagert werden. Rüstvorgänge werden optimal organisier- und planbar. Auch die Integration weiterer Vorgänge zur Optimierung des Rüstvorgangs ist ohne weiteres realisierbar, wie beispielsweise das Aufheizen der Werkzeuge mit einer separaten Vorwärmstation. Beide Rollenbahnen sind mit Führungsleisten versehen, um das Werkzeug direkt bei Übernahme anhand der Aufspannplatte auf der Rollenbahn seitlich auszurichten und zu fixieren. Ein Herunterrollen der Werkzeuge während des Transports wird durch eine stirnseitige Verriegelung verhindert. Mit einer Drehvorrichtung lassen sich die Rollenbahnen für die Übergabe in eine beliebige Position bringen, was das Rangieren des Werkzeugwechselwagens erleichtert. Der Werkzeugwechsel ist so auch bei engsten Platzverhältnissen möglich und wird zudem schneller, sicherer und letztendlich effizienter. Umbaumaßnahmen an den Spritzgießmaschinen zur Verbesserung der Zugänglichkeit sind nicht erforderlich. Zum horizontalen Positionieren sind die Rollenbahnen zusätzlich mit einem Laserpointer ausgerüstet. Mit entsprechenden Markierungen an Spritzgießmaschinen oder Werkzeugregalen lässt sich so das Erreichen der Übergabehöhe leicht ablesen. Da beim horizontalen Rüstvorgang ein Abstand zum Werkzeugeinbauraum an der Spritzgießmaschine überbrückt werden muss, ist jede Rollenbahn über eine Führungseinheit komplett ausfahrbar. Diese Führungseinheit ist auf die Ankopplung am mechanischen Schnellspannsystem von ARBURG abgestimmt. So lassen sich die Werkzeuge einfach von der Rollenbahn in die Spritzgießmaschine einschieben und mittels des Schnellspannsystems in wenigen Minuten fixieren. Dabei übernehmen vier fest montierte Spannleisten die Indexierung der Düsenmitte sowie die Aufspannung. Die Arbeit mit Schnellspannsystemen erfordert generell eine Standardisierung der Aufspannplatten. Gegenüber einem herkömmlichen Werkzeugwechsel lassen sich Rüstzeiten und damit Maschinenstillstandszeiten jedoch deutlich verkürzen. Der Einsatz eines Werkzeugwechselwagens bietet sich an, wenn am Aufstellort der Spritzgießmaschinen keine Hallen- oder Schwenkkräne vorhanden sind. Damit kann auf eine teilweise recht kostspielige Investition und Instandhaltung solcher fixen Produktionseinrichtungen verzichtet werden. Die einfache, intuitive und funktionelle Handhabung des Werkzeugwechselwagens in Kombination mit dem Schnellspannsystem von ARBURG macht den Rüstvorgang wirtschaftlich, ergonomisch, flexibel und sicher. „Unsere eigenen Erfahrungen haben gezeigt, dass wir beim Werkzeugwechsel bis zu zwanzig Minuten einsparen konnten“, so Jürgen Schray, Abteilungsleiter der ARBURG Anwendungstechnik.
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