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Trocknung sichert Qualität
Für die Qualität von Spritzteilen ist ein optimales Fließverhalten der Kunststoffe grundlegende Voraussetzung. Bei hygroskopischem Material spielt die Trocknung vor der Verarbeitung auf der Spritzgießmaschine eine wesentliche Rolle.

Ziel der Trocknung ist der Entzug der aufgenommenen Feuchtigkeit bei hygroskopischen (wasseranziehenden) Materialien und die Verhinderung von Wasseranlagerungen am Kunststoffgranulat. Zum Einsatz kommen dabei überwiegend Lufttrockner, vereinzelt auch Vakuum- oder Infrarottrockner.
Beim Lufttrockner werden die Kunststoffgranulate mit Luft, teilweise auch mit Stickstoff als Inertgas, durchströmt. Dabei nimmt die Luft die im oder am Granulat vorhandene Feuchtigkeit auf. Je höher die Temperatur der durchströmenden Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann aufgenommen werden. Gleichzeitig wird durch die Wärmezufuhr bei der Trocknung aber auch der Plastifizierprozess des Kunststoffgranulats unterstützt. Die Lufttemperatur lässt sich also nicht beliebig erhöhen. Zur weiteren Steigerung der Wasseraufnahmekapazität und damit der Trocknungsleistung kann vor dem Erhitzen die in der Luft bereits vorhandene Feuchtigkeit reduziert werden. In diesem Fall spricht man nicht mehr von Warmluft, sondern von Trockenluft.
Gegenüber der Warmluft hat das Arbeiten mit Trockenluft zudem den Vorteil, dass sich der Feuchtigkeitsgehalt der Luft einstellen lässt. Damit wird die Trocknungszeit des Kunststoffgranulats gezielt bestimmbar. Je geringer der Feuchtigkeitsgehalt der Luft dabei ist, desto kürzer fällt die Trocknungszeit aus.
Auch wenn sich die Trocknung des Materials aufwändig gestalten kann, so bildet eine optimale Materialaufbereitung dennoch die Grundlage für eine konstant hohe Spritzteilqualität. Der Schlüssel für eine stabile und hochwertige Spritzteilfertigung ist die ganzheitliche Betrachtung aller Produktionsschritte. Hierzu gehören auch immer eine perfekte Trocknung, Förderung und Dosierung der eingesetzten Kunststoffe.
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