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Hart/Weich-Verbindungen: Planung im Vorfeld entscheidend
Thermoplastische Elastomere (TPE) – auch Engineering TPEs genannt – erfahren in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten, was nicht zuletzt an der unkomplizierten Verarbeitung im Vergleich zu herkömmlichen Elastomeren liegt.

Klassiker der Hart/Weich-Verbindungen sind auch heute noch Verbindungen zwischen ABS und TPU, gefolgt von PP und dessen Compounds in Verbindung mit TPEs auf Basis von EPDM. Da die weichen Materialien chemische Haftverbindungen eingehen, lassen sich mit nahezu allen gängigen Thermoplasten unlösbare Haftungen realisieren. Bekannte Bezeichnungen für Weichkomponenten sind beispielsweise TPE, TPE-U, TPE-E, SB, SEBS, SEPS oder TPE-S. Entscheidend für den Verarbeitungsprozess auf der Maschine und die spätere Funktionalität der Bauteile ist eine optimale Vorarbeit bei der Materialauswahl, bei der das Grundgerüst der Haftverbindung definiert wird. Wird dieser Schritt übersprungen, können später die an das Bauteil gestellten Anforderungen oft nicht realisiert werden, da bei der Produktion nur noch das Verarbeitungsfenster durch Parameterisierung verändert werden kann. Daher ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld mit den jeweiligen Hafteigenschaften der Polymere auseinanderzusetzen und schon bei der Designauswahl, spätestens jedoch bei der Konstruktion, sowohl den Rohstoff- als auch den Maschinenhersteller mit einzubeziehen. Während der Rohstoffhersteller für die Anforderung an die Verbindung verantwortlich ist, kann der Maschinenproduzent aus dem Verfahrensablauf bereits die Definition der notwendigen Ausrüstung bestimmen. Von Vorteil sind hier hohe Massetransportgeschwindigkeiten durch optimierte Düsengeometrien, strömungsgünstige Angusssysteme, kleine Anbindungen und Heißkanäle mit Nadelverschlusssystem. Probleme können durch große Querschnitte – beginnend bei der Düsenspitze der Maschine –, dicke Angüsse und Anbindungen an das Bauteil, Drei-Platten-Werkzeuge und lange Verweilzeiten der Schmelze im Zylinder entstehen.

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