Bei dieser Diagnosefunktion wird jeder einzelne Zyklusschritt des Maschinenablaufs mit seinem zeitlichen Ablauf in einem Säulendiagramm grafisch aufgezeichnet und einem vorher festgelegten Referenzwert gegenübergestellt. Veränderungen bei den jeweiligen Zeiten sind so auf einen Blick erkennbar und können zudem über eine Lupenfunktion exakt lokalisiert werden. Neben der grafischen Darstellung werden die Soll- und Istwerte auch als Absolutwerte in einer Tabelle dargestellt – detailliert aufgeschlüsselt in Startzeit, Verzögerungszeit und Laufzeit des jeweiligen Zyklusschrittes. Hier kann der Bediener den Gesamtzyklus detailliert analysieren und optimieren. Wurden zum Beispiel während des Einrichtens aus Sicherheitsgründen verschiedene Funktionen mit Verzögerungszeiten programmiert, können diese beim Übergang in die Produktionsphase sukzessive optimiert und reduziert werden. Während der laufenden Produktion kann dann durch den Vergleich der Istzeiten mit dem Referenzwert die Kontinuität des Spritzgießprozesses kontrolliert werden. Eventuelle Abweichungen lassen sich sofort der entsprechenden Funktion zuordnen, ohne dass die einzelnen Parameterseiten extra aufgerufen werden müssen. Interessant ist das Zykluszeitdiagramm vor allem für zeitgleiche Bewegungen, wie sie Maschinen mit elektrischer Antriebstechnik oder Robot-Systeme mit mehreren Servoachsen ermöglichen. Durch die grafische Darstellung als Säulendiagramm werden die Potentiale dieser zeitgleichen Abläufe besonders deutlich. Besonders bei schnelllaufenden Anwendungen oder komplexen Robot-System-Abläufen können diese die Produktivität der Maschine wesentlich erhöhen.